Pressemitteilung vom 4. November 2021

Aussetzen der Telematikinfrastruktur ist klare und dringliche Forderung der Ärztinnen und Ärzte

Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ) macht nach der missglückten Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) im deutschen Gesundheitswesen klar, dass sich die Ärzteschaft deutlich für eine grundlegende Revision des Projekts ausgesprochen hat. „Die dazu gefassten Beschlüsse des 125. Deutschen Ärztetages vom 1. und 2. November in Berlin sind ein unmissverständliches Signal an die Politik und an die Gematik als Betreiberorganisation der TI. Vor allem Minister Spahn sollte daraus jetzt die richtigen Schlüsse ziehen“, sagte Dietrich am Donnerstag in Essen.

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Pressemitteilung vom 2. November 2021

Ärzteschaft fordert Aussetzen der Telematikinfrastruktur – FÄ-Chef Dietrich: „Einführung war dilettantisch und ist gefährlich“

Der Deutsche Ärztetag kritisiert scharf die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI). Mit massivem Druck werde etwas ins Gesundheitswesen gepresst, das weder praktisch funtioniere noch sicher sei oder die Gesundheitsversorgung in Deutschland verbessere, monierten zahlreiche Ärztinnen und Ärzte am gestrigen ersten Sitzungstag des Deutschen Ärztetages. Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ) und Delegierter, betont: „Praktikabilität, Sicherheit und Nutzen sind einfach nicht gegeben. Die Einführung der TI in ihrer aktuellen Ausgestaltung ist nicht nur dilettantisch, sondern auch gefährlich.“ Mit Nachdruck fordere die Ärzteschaft daher ein Moratorium, sagte Dietrich am Dienstag in Berlin.

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Pressemitteilung vom 29. Oktober 2021

Freie Ärzteschaft: Honorare der Praxisärzte müssen verbessert werden

Steigende Kosten für Personal und Betriebskosten auf der einen Seite und stagnierende ärztliche Honorare auf der anderen Seite – diese Schieflage in der ambulanten Medizin ist mitverantwortlich dafür, dass immer weniger Haus- und Fachärzte in eigener Praxis arbeiten wollen. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) sieht daher die kommende Bundesregierung in der Verantwortung, die Rahmenbedingungen für niedergelassene Ärzte zu verbessern. „Um dem weiteren Wegbrechen und der Verschlechterung der ambulanten Medizin entgegenzuwirken, fordern wir die Aufhebung der Budgetierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung und eine Aufwertung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)“, sagte FÄ-Bundesvorsitzender Wieland Dietrich am Freitag im Vorfeld des am kommenden Montag in Berlin beginnenden Deutschen Ärztetages.

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Interview

FÄ-Chef Dietrich: „Diese Politik demotiviert freiberufliche Ärzte“

Bundesvorsitzender der Freien Ärzteschaft: Wieland Dietrich

 

Mit der Bundestagswahl am 26. September geht eine außergewöhnliche Legislaturperiode vorbei: In den letzten anderthalb Jahren wurden viele gesundheitspolitische Themen von der Corona-Pandemie in den Hintergrund gerückt. Was muss die neue Regierung angehen, und wie beurteilen die Player im Gesundheitswesen die vergangenen Jahre? Das fragte der änd Wieland Dietrich, den Vorsitzenden der Freien Ärzteschaft (FÄ).

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Pressemitteilung vom 20. August 2021

Mehr IT und Verwaltung statt Behandlungszeit: Politik treibt Ärzte aus ihrem Beruf

Komplexe und störanfällige digitale Datenverwaltung und damit immer weniger Zeit für die individuellen Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten – so hatte sich Dr. Susanne Blessing, Landesvorsitzende der Freien Ärzteschaft (FÄ) Baden-Württemberg, ihren Beruf nie vorstellen können. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet sie in Tübingen als Hausärztin. Schweren Herzens und früher als geplant gibt sie ihre Kassenarztpraxis nun auf. „Zuwendung, Vertrauen und ärztliche Kompetenz sind entscheidend für den Behandlungserfolg. Standardisierte und erzwungene Datenverwaltung aber beeinträchtigt erheblich den empathischen Arzt-Patienten-Kontakt“, sagte Blessing am Freitag in Tübingen.

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Pressemitteilung vom 4. August 2021

Ärztliche Schweigepflicht ein Auslaufmodell? – Freie Ärzteschaft kritisiert geplante EU-Verordnung

FÄ-Vize Dr. Silke Lüder

Das EU-Parlament hat eine neue Verordnung beschlossen, die nach Zustimmung des Europäischen Rates gültig werden soll. Mithilfe der sogenannten E-Evidence-Verordnung könnten Staaten dann grenzüberschreitend die Herausgabe von in Clouds gespeicherten personenbezogenen Daten von EU-Bürgern eines anderen Staates anfordern. Für die Freie Ärzteschaft (FÄ) ist das aus Sicht des Grundrechts ein Unding. „Künftig würde nicht mehr eine staatliche Behörde des eigenen Landes entscheiden, ob Daten der eigenen Bürger an einen anderen Staat übermittelt werden, sondern der Internetprovider, ein soziales Netzwerk oder die kleine Hosting-Firma“, sagte FÄ-Vizevorsitzende Dr. Silke Lüder am Mittwoch in Hamburg.

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Patienteninformationen

Kritische Wartezimmerkampagnen zur Bundestagswahl

Die Parteien haben begonnen, um die Gunst der Bürger bei der Bundestagswahl im September zu buhlen. Einige Parteien haben wieder eine „Digitale Gesundheit“ in ihr Wahlprogramm geschrieben, andere eine sogenannte Bürgerversicherung auf die Agenda gesetzt. Die Freie Ärzteschaft bringt das Thema Gesundheit mit zwei kritischen Patienteninformationen in die Wartezimmer der Arztpraxen.

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Vortrag als Video

App statt Arzt: Spahns Weg zur Plattform-Medizin – Jetzt als Video verfügbar

Mit seinen unzähligen Gesetzentwürfen macht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Weg frei für eine Plattform-Medizin. Ärztinnen und Ärzte müssen – wider besseren Wissens – die neuen Anwendungen umsetzen, sonst drohen Strafen. Braucht das Gesundheitswesen denn eine totale Transformation? Dr. Silke Lüder hat diese Frage in ihrem Vortrag bei einer Online-Veranstaltung kürzlich beleuchtet.

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Pressemitteilung vom 17. Juni 2021

Sachverständigenrat Gesundheit mit seinem Gutachten auf Abwegen

Am heutigen Donnerstag stellt der Sachverständigenrat Gesundheit (SVR) sein „Gutachten zur Digitalisierung“ in einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin vor. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) kritisiert das Gutachten: „Wir sehen darin einen Paradigmenwechsel in sowohl medizinischer als auch gesellschaftlicher Hinsicht“, sagte FÄ-Vizevorsitzende Dr. Silke Lüder heute in Hamburg.

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Pressemitteilung vom 06. Mai 2021

Deutscher Ärztetag fordert den Stopp von Spahns Digitalgesetz im Bundestag

Der 124. Deutsche Ärztetag hat dem Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) eine klare Absage erteilt. Die Ärzte fordern den Deutschen Bundestag auf, das DVPMG in der vorgelegten Form heute nicht zu verabschieden. „Wir sehen hier einen tiefen Eingriff in unsere Beziehung zu den Patienten“, sagte Dr. Silke Lüder, Vizevorsitzende der Freien Ärzteschaft (FÄ), am Donnerstag in Hamburg. „Die Patienten vertrauen sich uns an, in dem berechtigten Glauben, dass wir ihre Daten schützen. Zentrale Online-Datenspeicher torpedieren unsere ärztliche Schweigepflicht.“

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