Pressemitteilung vom 8. April 2022

Freie Ärzteschaft fordert Kurswechsel bei MVZ-Politik

Medizinische Versorgungszentren (MVZs) in Investorenhand rechnen laut einer neuen IGES-Studie systematisch höhere Honorare ab. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) kritisiert diese negative Entwicklung scharf. „Seit 2007 haben wir auf diese Fehlentwicklung hingewiesen, leider hat sie sich bis heute fast völlig unter dem Radar der Öffentlichkeit befunden. Nun aber zeigt sich ganz deutlich, was die Folge der Gesetzesänderungen der vergangenen 20 Jahre ist: Versichertenbeiträge, egal ob gesetzlich oder privat, fließen milliardenschwer in die Taschen von internationalen Anlegern“, sagt Dr. Silke Lüder, Vizevorsitzende der Freien Ärzteschaft, am Freitag in Hamburg. „Dabei hat Private Equity Kapital aus unserer Sicht nur eine Aufgabe: Medizinstrukturen zu kaufen und nach durchschnittlich vier bis fünf Jahren mit Gewinn weiter zu verkaufen.“

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Pressemitteilung vom 4. April 2022

Corona-Bonus für MFA dringend erforderlich – auch im Hinblick auf die zunehmende Ambulantisierung von Leistungen

Zum Entwurf des Pflegebonusgesetzes, den die Bundesregierung kürzlich verabschiedet hat, erklärt Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ), am Montag in Essen:

„Die Medizinischen Fachangestellten (MFA) sollen bei staatlichen Corona-Bonuszahlen leer ausgehen – trotz zahlreicher Proteste der MFA und trotz massiver Kritik von Ärzteverbänden. Es ist kurzsichtig, dass die Regierung nicht einlenkt und Bonuszahlungen lediglich für Pflegekräfte in Kliniken und Pflegeeinrichtungen plant. Mehr als neun von zehn Corona-Patienten werden bis heute in den Arztpraxen und MVZ behandelt. Unsere Medizinischen Fachangestellten leisten dazu einen unschätzbaren Beitrag, der eine politische Würdigung mehr als verdient hat.“

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HAZ-Zeitungsbericht vom 16. März 2022

„Den Menschen zeigen, dass sie nicht vergessen sind“

Aus Wülfel in die Ukraine: Der Arzt Christian Scholber versorgt Kriegsflüchtlinge

Man spürt, wie ihn das zermürbt. Wie er damit hadert, dass der Krieg ihm die Hände bindet. „Das Problem ist, dass wir nicht dorthin kommen, wo wir am dringendsten gebraucht werden“, sagt Christian Scholber, „aber diese Gebiete werden bombardiert, und wir sind nun mal keine Militäreinheit.“

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